Mittwoch, 24. Februar 2016

Schnullerkette

Die ersten sieben Wochen sind wir prima ohne Schnuller ausgekommen, aber nachdem ich dann abends alle halbe Stunde oder 1,5 Stunden am Sück stillte und wir das Gefühl hatten, es ist kein Hunger, sondern nur ein Nuckeln, probierten wir doch einen Schnuller aus. Und Madita nahm ihn gerne an. 
Damit dieser aber nicht regelmäßig auf dem Boden landete, mussten Schnullerketten her. Wir hatten zwar welche zur Geburt geschenkt bekommen, aber die hatte ich bereits zum Aufhängen von Spielzeug am Stubenwagen und Hängematte zweckentfremdet, also mussten neue her.
Im Schnullerkettenladen bestellte ich mir entsprechendes Material und begann zu fädeln.  Zu beachten gab es nur die Maximallänge von 22 cm, die die DIN EN 12586 vorschreibt, ansonsten war die Schnullerkette schnell fertig. Etwas friemelig war es, den Knoten am Clip zum Halten zu kriegen. Ich probierte es mit einem Doppelknoten, aber da kullerten mir doch die nächsten Tage mehrmals die Perlen, weil der Knoten sich wieder gelöst hat. So probierte ich es mit mehreren Knoten, mindestens fünf, und dem Verschmelzen durch ein Feuerzeug. Damit bekam ich es dann zum Halten und bisher ist kein Knoten wieder aufgegangen.








Und zum Verschenken im Freundeskreis machte ich direkt zwei mehr, leider habe ich vergessen Laras zu fotografieren.

Knotenmütze, Pumphose, Halstuch Gr. 56

Nach dem ersten Erfolgserlebnis machte ich mich dann nach Maditas Geburt an eine weitere Knotenmütze und Pumphose nach den bekannten Schnitten RAS von Nähfrosch bzw. Krumme Nadel. Und da Madita in der Zwischenzeit regelmäßg ihre Shirts nass hatte, musste dringend ein Halstuch her. Das konnte doch auch nicht so schwierig sein. Und so nähte ich nach dem Schnitt und Anleitung vom Blog Krumme Nadel noch eines kleines Dreieckstuch


Den Eulenstoff habe ich als Reststück ergattert und die ca. 40 cm haben keine 2 Euro gekostet. Allerdings war der Druck so, dass ich das Schnittmuster nicht im Stoffbruch auflegen konnte. Aber soweit reichte meine Vorstellungskraft, dass man doch auch zwei Einzelteile schneiden kann und diese im eigentlichen Stoffbruch zusammennähen kann. Ich habe es sogar geschafft, die Teile so übereinander zu legen, dass das Motiv an der Naht wieder zusammenpassst. Außerdem habe ich dran gedacht, an der Stelle, wo eigentlich der Stoffbruch ist, dann auch Nahtzugabe hinzuzufügen. Und wie man sieht, hat meine erste vorgenomme Veränderung funktioniert.
Nach dem Nähen der Hose fiel mir dann auf, dass diesmal die Naht vom Zusammennähen des Bündchens innen nicht sichtbar war. Das hatte ich wohl bei meiner ersten Hose falsch gemacht. Also erst das Bündchen als Ring zusammennähen und dann erst falten. 

Mein erstes Nähergebnis: Knotenmütze und Pumphose Gr. 56

Nach langem Stöbern im Internet habe ich mir vorgenommen eine Mütze zu nähen, das sollte für den Anfang nicht allzu schwierig sein. 
Auf dem Blog von Klimperklein bin ich auf das kostenlose Schnittmuster für eine Knotenmütze mit ausführlicher Fotoanleitung gestoßen. Die sollte es werden und ich finde mein erster Versuch kann sich durchaus sehen lassen.



Als nächstes nahm ich mir vor eine passende Pumphose zu nähen. Auch hier fand ich im Internet auf der Seite von Nähfrosch ein kostenloses Schnittmuster mit Anleitung: die Babyhose RAS.
Größe 56 war die kleinste Größe, aber ich musste nach dem Nähen schnell feststellen, dass die Hosenbeine sehr lang wirken. Und so war es auch, Madita war die Hose nach ihrer Geburt mit einer Körpergröße von 52 cm viel zu lang und so konnte sie die Hose leider erst als sie ca. einen Monat alt war anziehen. Ansonsten war ich aber auch hier mit meinem ersten Versuch zufrieden. 

Und nun noch ab damit zur RAS-Linkparty 

Nähen

Als Jugendliche bekam ich eine Nähmaschine geschenkt. Meine Tante zeigte mir dann, wie diese funktionierte und nähte einen Rock sowie eine Sweatjacke mit sehr viel Hilfestellung mit mir. Danach habe ich mir mal noch einen Umhang für ein Karnevalskostüm genäht und ein paar Flickarbeiten vorgenommen. Ansonsten stand die Maschine jahrelang in der Ecke und irgendwann bewegte sich die Nadel nicht mehr, obwohl man den Motor laufen hörte. Daraufhin wurde sie dann in den Keller verband. Als sich dann vor einem guten Jahr ein kleiner Bauchbewohner ankündigte, packte mich die Lust etwas für den Zwerg zu nähen. Also kramte ich nach ca. 20 Jahren meine Nähmaschine hervor und brachte sie zu einem Reperaturladen. Dieser machte mir aber wenig Hoffnung und riet mir von der Kontrolle ab, da es sich um eine "Billig"-Maschine vom Discounter handelte und schon das Nachsehen ohne spätere Reparatur teurer wäre als die Maschine wahrscheinlich damals gekostet hat. Glücklicherweise konnte ich mir erst mal die Nähmaschine meiner Schwiegermutter leihen, eine Singer ebenfalls vom Discounter. Ich konnte mich noch erinnern, wie man den Faden einfädelt, die Untergarn-Rolle bespult sowie einlegt, Nähte versiegelt und dann machte ich mich im Internet auf die Suche nach Schnittmustern mit ausführlicher Anleitung. Mein erstes Nähergebnis zeige ich im nächsten Post, vorher möchte ich noch von der Karriere meiner alten Nähmaschine weiter berichten. Nach einigen Nähprojekten auf der Maschine meiner Schwiegermutter ließ mich der Gedanke einer eigenen Nähmaschine doch nicht los, obwohl ich das Angebot hatte, die Maschine bei mir stehen zu lassen, weil Schwiegermama die Maschine selbst kaum braucht und sie sie sich ja bei Bedarf bei mir holen könnte. Doch bevor ich mich endültig von meinem alten Möhrchen trenne, bat ich meinen Vater noch mal einen Blick auf die Maschine zu werfen. Und siehe da, dank dem sehr handwerklich begabten Papa, bewegte sie sich nach einigen Tropfen Öl und mehrmaligen Anstupsen mit dem Schraubenzieher tatsächlich wieder die Nadel. Voller Hoffnung kramte ich ein Probestück Stoff hervor, wurde aber enttäuscht. Die Nadel lief einwandfrei, aber der Stoff wurde nicht transportiert. Jetzt war ich so nah dran, es konnte doch nicht sein, dass sie doch noch weggeworfen werden musste, also musste erst noch mal Papa ran. Und tatsählich half auch hier Öl und Anstupsen. Seit dem läuft meine Maschine wieder einwandfrei.
Ich weiß, Profinäher kriegen wahrscheinlich die Krise, wenn sie meine Nähmaschine sehen. Aber ich bin froh, dass sie wieder läuft und bisher hat sie alles genäht, was ich vorhatte.
Und das hier ist sie:

Herzlich Willkommen auf meinem Blog

Wie schon auf der Seite "Über mich" geschrieben, soll dieser Blog eine Art Tagebuch werden, wo ich meine selbstgemachten Dinge festhalte. Neben Fotos als Erinnerung, möchte ich auch Notizen, wie z.B. Woher war die Vorlage?, Was war schwierig?, Was habe ich verändert?, etc. vermerken.
In erster Linie dient der Blog meiner Erinnerung, aber ich freue mich auch über Kommentare mit Anregungen, weiteren Ideen, Verbesserungsvorschlägen, ...